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Zwischen Hey und Tschüssi liegt vor allem ein großer Dank: KJF-Tag 2019


Zügig wurden die ersten Punkte der Tagesordnung abgehandelt, ehe es zu den Jahresberichten kam. Hier machte unsere Kreis-Jugendfeuerwehrwartin Silke den Anfang: Mit einem Fokus auf Inklusion und Teilhabe stieg sie in ihren Vortrag ein, nahm dabei Bezug auf Fabians Begrüßungsworte sowie die im Eingangsbereich aufgestellten Mitmach-Aktionen zu eben diesem Thema. Die Anwesenden waren eingeladen, Inklusion und Teilhabe in den Kinder- und Jugendfeuerwehren zu bewerten. Welche Faktoren werden skeptisch gesehen, bei welchen Faktoren erlebt man die größte Selbstverständlichkeit? Bunte Fäden spannten dazu schlussendlich ein Meinungsnetz, das als Grundlage für die Stärkung dieser Thematik im laufenden Kalenderjahr und darüber hinaus dienen soll. Zurecht betonte Silke dabei auch die bereits seit langer Zeit erlebbare Inklusion in einer Vielzahl von Kinder- und Jugendfeuerwehren. Stolz verwies sie auf das lösungsorientierte Denken dieser Gruppen, die damit wichtige Schritte gehen und anderen Mut machen.

Der Blick auf die Zahlen erfolgte in diesem Jahr mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Erstmals seit vielen Jahren liegt die Gesamtmitgliederzahl in unseren Kinder- und Jugendfeuerwehren wieder unter 2000 Kindern und Jugendlichen. Insgesamt engagierten sich im vergangenen Jahr 1987 Mitglieder, 1174 in der Jugend und 813 bei den Kleinsten. Dazu beigetragen haben, so Silke, sicherlich auch das neue Verwaltungsprogramm der Feuerwehren und der noch spürbare demographische Wandel im Zielgruppenalter unserer Nachwuchsarbeit. Zugleich erklärte Silke aber zufrieden, dass die Zahl der Übertritte aus der Kinder- in die Jugendfeuerwehr einen neuen Höchststand erreicht hat. Insgesamt ist die Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehrwarte und ihrer mehr als 560 zusätzlichen Betreuerinnen und Betreuer nicht hoch genug zu würdigen. Mehr als 9300 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 13700 Stunden allgemeine Jugendarbeit wurden geleistet. Hinzu kommen knapp 44000 Stunden für die Vor- und Nachbereitung der Dienste, die Teilnahme an Sitzungen sowie die Aus- und Fortbildung.


Fabian und Julia berichteten daraufhin von ihren Eindrücken aus dem Jugendforum. Dabei standen zwei Dinge im Mittelpunkt: Mitbestimmung funktioniert vor allem mit der Stimme. Die beiden haben dazu eingeladen, sich in den Jugendforen auf Stadt- und Gemeindeebene zu engagieren und gerne auch am Kreis-Jugendforum teilzunehmen. Hier höre Mitbestimmung aber nicht auf: Regelmäßig zeigt unser Jugendforum sein Engagement auch im Landes-Jugendforum der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr. Außerdem wurde von der Jubiläumsaktion zum zehnjährigen Bestehen des Jugendforums berichtet. Ende August wird es eine kreisweite Vergünstigungsaktion in den Kinohäusern geben – dazu werden weitere Infos im Jahresverlauf folgen.

Der Internationale Jugendaustausch stand im Mittelpunkt des Berichts von Anja aus dem Fachbereich Integration. Wieder einmal wurde im letzten Sommer eine ereignisreiche und eindrucksvolle Reise zu unseren Freundinnen und Freunden aus dem polnischen Gdów unternommen. Von zahlreichen Ausflügen bis hin zu Spielen und geselligen Abenden war alles mit dabei. In diesem Jahr besucht uns die polnische Delegation im Rahmen des Gemeinde-Jugendfeuerwehrzeltlagers Niedernwöhren in Lauenhagen. Anja betonte die Kraft des Austausches, die allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern spürbar wird: Jährlich entwickeln sich neue Freundschaften, die unter anderem über die sozialen Netzwerke intensiv gepflegt werden.

Unsere Fachbereichsleiterin Kinderfeuerwehren, Mareike, stellte in ihrem Jahresbericht drei Highlights hervor: Der Kreis-Kinderfeuerwehr-Orimarsch ist zu einem festen Bestandteil des Jahreskalenders geworden und wurde im Jahr 2018 erfolgreich in Pollhagen ausgetragen. Siegreich war hier die Gruppe aus Ohndorf. Auch das Kreis-Kinderfeuerwehrzeltlager, das bereits zum vierten Mal stattfand, ist mehr als etabliert – die fünfte Auflage im Jahr 2021 wirft bereits ihre Schatten voraus. Mareike konnte von einer Rekordteilnehmerzahl von 512 Kindern, Betreuerinnen, Betreuern, Helferinnen und Helfern berichten – unter dem Motto „Die Weltmeisterschaft der Kinderfeuerwehren“ erlebten alle trotz des regnerischen Wetters ein sommerlauniges und frohes Zeltlagerwochenende. Zudem erzählte Mareike von der Brandflohabnahme, die schon fast traditionell im September in Obernkirchen durchgeführt wurde. Stolz nahmen die 42 Kinder ihr Abzeichen dort entgegen, nachdem sie erfolgreich alle fünf Stationen des Brandflohs bestanden hatten. Auch Mareike dankte den Betreuerteams der Kinderfeuerwehren für ihren Einsatz und verwies dabei auf die Schwierigkeiten, Kinder vom Hobby Feuerwehr zu überzeugen. Gemeinsam wolle man in Zukunft, unter anderem beim Workshop Ende Februar, neue Ideen und Ziele entwickeln, um die Überzeugungskraft der Kinderfeuerwehren zu stärken.

Jannik als Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit sprach zunächst von Formulierungsschwierigkeiten bei seinem Jahresbericht: Im Grunde sei es bei der Öffentlichkeitsarbeit ja so, dass schon alle oder zumindest ein sehr großer Teil die geleistete Arbeit wahrgenommen haben sollten – das wäre ein Zeichen dafür, dass die Öffentlichkeitsarbeit funktioniert. Mit Zahlen von unter anderem etwa 1000 Followern bei Instagram (@kjfschaumburg) und gut 25000 Klicks auf den Internetseiten läuft die Öffentlichkeitsarbeit in Schaumburg aber durchaus gut. Dennoch rief Jannik dazu auf, Kinder- und Jugendfeuerwehrleben arbeitsteilig öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Die Dienste und Aktionen, die Woche für Woche in den über 150 Nachwuchsgruppen gestaltet und durchgeführt werden, sind ein Teilbeweis dafür, dass erfolgreiche Nachwuchsarbeit auf Grundwerten wie Toleranz, Vielfalt, Gleichberechtigung, Vertrauen, Mitbestimmung und Teamgeist basiert. Dies kann man gemeinsam noch überzeugender in die Öffentlichkeit tragen.

Im Fotowettbewerb gewann in diesem Jahr die Jugendfeuerwehr Nordsehl-Lauenhagen. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Jugendfeuerwehr Auhagen-Düdinghausen und die Kinderfeuerwehr Hagenburg-Altenhagen. Insgesamt gut 100 Fotos wurden eingesandt, aus denen die Jury die Gewinnerfotos wählte.

Im Bereich Bildung nannte Fachbereichsleiter Heiko unter anderem die Zahlen: Über 90 Lehrgänge wurden im vergangenen Jahr zugewiesen, fast 20% sind jedoch verfallen. Dies ist eine Quote, bei der dringend Verbesserungen notwendig sind. Eventuell trägt das neue Anmeldesystem der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr zu einer verantwortungsvolleren Nutzung des Bildungsangebots bei. Kreisintern wurde auch im Jahr 2018 der Einstiegslehrgang in Obernkirchen durchgeführt – 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren mit dabei. Für 2019 plant der Fachbereich zwei Seminare, die die Verlängerung der JuLeiCa ermöglichen. Auch der Einstiegslehrgang wird wieder organisiertet – er findet Ende Oktober statt.

Vier Schlagzeilen spickten den Jahresbericht von Marcus, unserem Fachbereichsleiter Wettbewerbe. Zunächst „Eindeutig (und) knapp“ beim Kreis-Jugendfeuerwehrwettbewerb am 17. Juni in Obernkirchen. Erneut war hier die Jugendfeuerwehr Möllenbeck erfolgreich, gefolgt von Rodenberg und Hattendorf auf den Plätzen zwei und drei. „Zum Angriff“ hieß es dann, als es um das CTIF-Wochenende in Bad Nenndorf ging. Die Kreis-Jugendfeuerwehr richtete vom 17. – 19. August den Landesentscheid der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr aus und veranstaltete parallel den traditionellen Freundschaftswettbewerb „CTIF in Schaumburg“. In der Qualifikationswertung gewann die Jugendfeuerwehr Luthe, die sich damit gemeinsam mit der Gemeinschaft aus Krankenhagen und Möllenbeck zu den Deutschen Meisterschaften qualifizieren konnte. Dazu gab es dann auch die dritte Schlagzeile zu lesen: „Schaumburg darf jubeln“! Bei diesen Deutschen Meisterschaften, die vom 31.08. bis 02.09. in Husum (Schleswig-Holstein) stattfanden, erlangte die Gruppe Möllenbeck/Krankenhagen den zweiten Platz und damit das Ticket zu den Weltmeisterschaften, die in diesem Sommer in der Schweiz stattfinden werden. Mitgejubelt hat auch das Schaumburger Team Wettbewerbe, das erneut mit dem Aufbau und der Betreuung der Wettbewerbsbahnen beauftragt worden war. „JF Lauenau ganz oben“ hieß es dann abschließend in Bezug auf die Bowlingmeisterschaft. Beim Finale, das letztes Jahr in Rinteln ausgetragen wurde, setzten sich die Lauenauer erneut an die Spitze und verdrängten die Gruppen Auhagen-Düdinghausen 1, Riehe 3 und Bad Nenndorf 1 auf die Plätze.

Emanuel konnte aus dem Fachbereich Leistungsspange von einem durchaus ruhigen Jahr berichten: Nach einer eigenen Abnahme im Rahmen des 14. Kreis-Jugendfeuerwehrzeltlagers in Rinteln im Jahr 2017, besuchten im vergangenen Jahr vier Gruppen Abnahmen in anderen Landkreisen: Neue Besitzer des höchsten Abzeichens der Jugendfeuerwehr kommen aus Nordsehl-Lauenhagen, Pollhagen, Sachsenhagen/Hagenburg und Auhagen-Düdinghausen/Wölpinghausen/Rehburg.


Nach der Verabschiedung von Stefan Kolb, der das Amt des Gemeinde-Jugendfeuerwehrwarts Nienstädt abgegeben hatte und somit aus dem Kreis-Jugendfeuerwehrausschuss tritt, stand Silkes Lieblingstagesordnungspunkt an: Ehrungen. Sechs Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr wurden übergeben. Ruth Kolodziej, Kathrin Bövers und Bettina Schaper erhielten die Auszeichnung für ihren Einsatz im Bereich der Kinderfeuerwehren. Thomas Hoppe wurde für seine langjährigen Verdienste im Bereich der Stadt-Jugendfeuerwehr Rinteln ausgezeichnet. Marco Baschin und Katharina Peterson wurden für ihre Teamwork-Erfolge der Jugendfeuerwehren Möllenbeck und Krankenhagen geehrt. Außerdem erfolgte eine Verleihung der Floriansmedaille an Anja Falius. Als erstes Mädchen in der Jugendfeuerwehr Lauenau mit anschließend fast 20 Jahren als Jugendfeuerwehrwartin, als jetzige Gemeinde-Jugendfeuerwehrwartin und Fachbereichsleiterin Integration weist Anja eine beinruckende (Jugend-)Feuerwehrlaufbahn vor. Wir gratulieren Euch allen zu den Ehrungen und sind stolz mit Euch zusammenarbeiten zu können.

Da keine Anträge eingereicht wurden, standen zum Schluss der Versammlung noch Ankündigungen für das Jahr 2019 und das Schlusswort auf dem Programm. Die insgesamt sehr kurzweilige und gelungene Veranstaltung wurde um kurz vor 21:00 Uhr von unserem stv. Kreis-Jugendfeuerwehrwart Frank beendet.

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