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2. Übungswochenende der Nenndorfer Jugendfeuerwehren


Am späten Freitagnachmittag standen die Zelte und die Jugendlichen trudelten ein. Programm gab es noch keins, außer dem Abendessen vom Grill und dem anschließenden Stockbrot am Lagerfeuer. Gegenseitiges Beschnuppern war angesagt.


Nach drei Stunden war die Vorbereitung abgeschlossen und wir konnten die erste Einsatzübung starten. Simuliert wurde ein Brand im Eingangsbereich der Sporthalle in Kreuzriehe. Die heimische Ortswehr traf als erste am Brandort ein und begann nach dem vereinbarten Konzept damit, den Löschangriff ab Verteiler aufzubauen. Als nächstes kam das StLF Waltringhausen, das grundsätzlich für die Wasserförderung zuständig ist. Während aus dem Tank die Schlauchleitungen befüllt wurden, kam auch das Rieher TSF an und wurde zum nächstgelegenen Hydranten geleitet, um die Wasserversorgung aufzubauen.

Nach kurzer Zeit war der Aufbau abgeschlossen und mehrere Rohre wurden vorgenommen, sodass alle Jugendlichen beschäftigt waren. Nach der positiven Manöverkritik und der Herstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge konnten wir endlich zum Mittagessen übergehen – Hot Dogs vom schwedischen Möbelhaus – mmmh…


Der Rieher Ortsbrandmeister hatte sich folgendes Szenario ausgedacht: Zwei Jugendliche hatten offenbar an einem Palettenstapel und einigen Papierballen gezündelt. Dabei gab es eine Verpuffung und die beiden Mädchen wurden unter einer Palette eingeklemmt. Daraus ergab sich natürlich eine Änderung des Konzepts – die Menschenrettung hatte Vorrang! Die Kameraden aus Riehe waren also zunächst damit beschäftigt, die Verursacherinnen aus dem Gefahrenbereich zu retten und zu betreuen.

Die nachrückenden Kräfte aus Waltringhausen und Helsinghausen/Kreuzriehe begannen in der Zwischenzeit mit dem Löschangriff und dem Aufbau der Wasserversorgung. Nach und nach wurden die Rieher Kameraden wieder frei und konnten dabei unterstützen. Auch diese Übungslage konnte zur Zufriedenheit des Einsatzleiters abgearbeitet werden. Besonders beachtlich fanden die Führungskräfte, wie gut sich die Jugendlichen inzwischen auf den ihnen fremden Fahrzeugen orientieren konnten.

Zur Belohnung gab es abends dann wieder Gutes vom Grill, bevor wir das Lagerfeuer wieder in Gang brachten. Damit klang der zweite Abend nach und nach aus. Am Sonntag waren nur noch eine Abschlussbesprechung und das Abbauen der Zelte geplant. Aus bisher ungeklärten Gründen kam es aber bei der Abschlussrunde noch zu einer spontanen Lagerhochzeit. Zwei Mitglieder des Betreuerteams saßen so nett nebeneinander, dass sie sich ohne große Gegenwehr verheiraten ließen – zur großen Gaudi der Jugendlichen…

Zusammenfassend haben wir den Eindruck, dass dieses Wochenende bei den Jugendlichen gut ankam und der Zusammenhalt innerhalb unseres Löschzugs damit auf lange Sicht gestärkt wird. Daher werden wir in zwei Jahren wieder eine ähnliche Aktion anbieten.

Text und Bilder: Marco Thiele

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Fax. 057218909566

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